Wenn Sie gerade Eltern geworden sind, oder kurz davor stehen, es zu werden, haben Sie sich gewiss schon viele Gedanken gemacht, was die Zukunft Ihrer Familie und Ihres Kindes angeht.
Vielleicht haben Sie auch schon an eine Taufe Ihres Kindes gedacht: Den kleinen Menschen Gott anzuvertrauen und seinen Segen zu erbitten, wie es in einem Kirchenlied heißt:
„Wir bitten dich, Herr Jesu Christ, weil du ein Freund der Kinder bist: Nimm dich des jungen Lebens an, dass es behütet wachsen kann."
(Evangelisches Gesangbuch Nr. 211 2.Str.)

Allg. Informationen zur Taufe

Die Taufe begründet die Mitgliedschaft in der christlichen Kirche. Sie ist daher eine Amtshandlung, d.h. der Vollzug der Taufe wird von der taufenden Gemeinde beurkundet, im Stammbuch der Familie eingetragen, in den Kirchenbüchern vermerkt und auch der kommunalen Meldebehörde mitgeteilt. Wer in einer evangelischen Kirchengemeinde getauft wird, trägt fortan das Konfessionsmerkmal „evangelisch".

Zugleich erkennen die meisten christlichen Kirchen die Taufe wechselseitig an. Wer zu einer anderen Konfession übertritt, muss dann nicht erneut getauft werden.

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Das Patenamt

Das Patenamt ist ein kirchliches Amt, das von der Kirchengemeinde in Absprache mit den Eltern vergeben wird.
Deswegen ist die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche notwendige Voraussetzung für die Übernahme eines Patenamts. Tritt ein Pate später aus der Kirche aus, so erlischt zwangsläufig seine Patenschaft.

Patinnen und Paten haben vorrangig die Aufgabe, die Eltern bei der religiösen Erziehung des Kindes zu unterstützen.

 In Rücksprache mit dem Pfarramt kann das Patenamt auch nachträglich noch übernommen und im Kirchenbuch festgehalten werden.

 Eine Streichung von Patinnen oder Paten kann nur auf deren Wunsch oder mit Einverständnis vorgenommen werden.

Was zu einer Taufe gehört

Die Taufe folgt als Sakrament einem festen traditionellen Ablauf, zu dem folgendes unverzichtbar dazu gehört:
Lesung des Taufbefehls nach dem Matthäusevangelium 28,18-20
Die Tauffrage (Wollen Sie, dass Ihr Kind getauft wird und sind Sie bereit es im christlichen Glauben zu erziehen?)
Glaubensbekenntnis
Taufe mit Wasser und dem Aussprechen der Taufformel: „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
Taufspruch und Segen 

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, dass  für Ihr Kind eine Taufkerze entzündet wird.
Die Patin, der Pate kann ebenfalls ein persönliches Segenswort für das Patenkind sprechen.
Zur musikalischen Gestaltung des Taufgottesdienstes sind zudem Ihre Liedwünsche willkommen.

Praktisches zur Taufe

Da die Taufe Aufnahme in die Gemeinde ist, finden die Taufen in den regulären Gemeindegottesdiensten in der Regel einmal im Monat statt. Grundsätzlich sind Taufen auch sehr kurzfristig möglich, zur besseren Planung ist es aber wünschenswert, wenigstens sechs bis acht Wochen vorher einen Termin zu vereinbaren.

Das Taufgespräch zur Anmeldung der Taufe findet in der Regel bei Ihnen zu Hause statt.

An Unterlagen ist dafür nur die Geburtsurkunde bzw. das Stammbuch erforderlich.

Sie haben die Möglichkeit, einen Taufspruch aus der Bibel für Ihr Kind auszusuchen; Vorschläge dazu finden Sie hier .

Wenn die Patin, der Pate nicht in Windecken wohnhaft ist oder einer anderen als der evangelischen Kirche angehört, benötigt er einen „Patenschein" (Nachweis der Wohnortgemeinde über die bestehende Mitgliedschaft).

Ablauf eines Taufgottesdienstes

In der Regel folgt ein Taufgottesdienst folgendem Ablauf:

EINGANGSMUSIK
BEGRÜSSUNG
LIED
PSALM
ANSPRACHE
LIED
LESUNGEN: Mt 28,18-20/Mk 10,13-16
GEBET
TAUFFRAGE
GLAUBENSBEKENNTNIS
LIED
TAUFE
- Taufkerze entzünden
- Segenswort des Paten
- Segen für Eltern und Paten
ANREDE AN DIE GEMEINDE
LIED 200,1-2+4: Ich bin getauft auf deinen Namen ...
FÜRBITTEN
VATERUNSER
BEKANNTMACHUNGEN
LIED
SEGEN
AUSGANGSMUSIK