Das Abendmahl bezieht sich auf Grundvollzüge menschlichen Lebens, die in der gemeinsamen rituellen Feier vergegenwärtigt werden: Essen und Trinken. Dies gemeinsam zu tun, stiftet Gemeinschaft, besiegelt und bestärkt Vereinbarungen und dient der Erinnerung an Verbindendes. Die Bedeutung gemeinsamen Essens und Trinkens wird in biblischen Zeugnissen etwa auch dadurch unterstrichen, dass vom Reich Gottes in Bildern eines Gastmahls gesprochen werden kann, bei dem Gott selbst als Gastgeber auftritt.

Leitung

Die Leitung einer Abendmahlsfeier obliegt der Ordnung wegen denjenigen, die von Seiten ihrer Kirche dazu ordiniert oder beauftragt sind. Die Beteiligung von Laien bei der Austeilung verdeutlicht, dass das Abendmahl seinem Charakter nach eine Feier der Gemeinde ist.

Kinder beim Abendmahl

Der Kirchenvorstand unserer Kirchengemeinde hat beschlossen, Kinder zum Abendmahl zuzulassen. Dahinter steht zum einen die Überzeugung, dass die Teilnahme am Abendmahl nicht vom Verstehen des Geschehens abhängig gemacht werden darf, zum anderen die Vorstellung, dass wir Menschen erst durch Erfahrungen mit dem Vollzug von Handlungen eine eigene Einstellung dazu bilden können.

Tischabendmahl

Wer am Gottesdienst in der Kirche aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht teilnehmen kann, kann das Abendmahl in einem kleinen Kreis zuhause feiern. Fragen Sie dazu im Pfarramt nach. Diese Form des Abendmahls ist insbesondere in den Bußzeiten - Passion und Advent - üblich.

Wann wird Abendmahl gefeiert?

In der Stiftskirche wird das Abendmahl in der Regel etwa einmal im Monat gefeiert sowie in Gottesdiensten an den kirchlichen Hochfesten. Genaue Angaben dazu finden Sie im Gottesdienstplan hier auf der Homepage, im „Windecker Kirchenboten" oder in den Kirchlichen Nachrichten der regionalen Tageszeitungen.

In der evangelischen Kirche wird das Abendmahl immer in beiderlei Gestalt gefeiert, in der Windecker Stiftskirche mit Oblaten und Traubensaft. Es finden sich grundsätzlich zwei Formen der Austeilung: Mit Gemeinschaftskelch oder mit Einzelkelchen. Zu besonderen Gelegenheiten sind auch andere Formen wie etwa das Tischabendmahl möglich.

Einladung zum Abendmahl

Die Einladung zum Abendmahl gilt allen getauften Christen und Christinnen, die in Gemeinschaft mit der Kirche stehen. Weil es Jesus Christus selbst ist, der uns zum Abendmahl einlädt, übt die evangelische Kirche eucharistische Gastfreundschaft; freilich bleiben Christen und Christinnen, die in einem Gottesdienst einer anderen Konfession an der Feier des heiligen Abendmahls teilnehmen, Glieder ihrer eigenen Kirche.

Weil im Abendmahl die Verbundenheit mit Christus in besonderer Weise zum Ausdruck kommt, kann das Abendmahl Nicht-Getauften und Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, im Grundsatz nicht gereicht werden. Wir nehmen damit die Bedeutung der Taufe und die Entscheidung, nicht mehr zur Kirche dazuzugehören, ernst.

Weitere Beiträge...

  1. Herkunft und Geschichte